Parkinson und Bewegung: Warum regelmäßiges Training so wichtig ist

Eine Parkinson-Diagnose verändert vieles. Manche Menschen bemerken zunächst, dass Bewegungen langsamer werden, die Muskeln steifer sind oder das Gehen unsicherer wird. Andere haben vor allem mit Müdigkeit, Schlafproblemen oder Veränderungen der Konzentration zu tun.

So unterschiedlich Parkinson sein kann, so unterschiedlich ist auch der Umgang damit. Ein Bereich spielt dabei für viele Menschen eine besonders wichtige Rolle: regelmäßige Bewegung und gezieltes Training.

Warum Bewegung bei Parkinson wichtig ist

Bewegung ist nicht nur gut für die allgemeine Gesundheit. Bei Parkinson kann regelmäßiges Training gezielt dabei helfen, Beweglichkeit, Kraft, Gleichgewicht und Ausdauer zu erhalten.

Auch Bewegungsabläufe, die im Alltag wichtig sind, können trainiert werden. Dazu gehören beispielsweise das Aufstehen von einem Stuhl, sich sicher umzudrehen, größere Schritte zu machen oder das Gleichgewicht zu verbessern.

Dabei geht es nicht darum, möglichst viel oder möglichst intensiv zu trainieren. Entscheidend ist vielmehr, regelmäßig und passend zur eigenen Situation aktiv zu bleiben.

Parkinson ist bei jedem Menschen anders

Es gibt kein Trainingsprogramm, das für jeden Menschen mit Parkinson gleichermaßen geeignet ist.

Die Beschwerden können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Auch Tagesform, Beweglichkeit, Kraft, Gleichgewicht und persönliche Belastbarkeit spielen eine Rolle.

Deshalb sollte Training individuell angepasst werden.

Was heute gut funktioniert, kann an einem anderen Tag schwieriger sein. Ein gutes Training berücksichtigt solche Veränderungen und passt die Übungen entsprechend an.

Welche Übungen können sinnvoll sein?

Je nach persönlicher Situation können unterschiedliche Bereiche in das Training einbezogen werden:

  • Beweglichkeit und Dehnung, um Steifheit entgegenzuwirken
  • Krafttraining, um die Muskulatur zu erhalten und den Alltag zu unterstützen
  • Gleichgewichtsübungen, um Sicherheit und Stabilität zu fördern
  • Koordination, um Bewegungen gezielt zu üben
  • Ausdauertraining, um die körperliche Belastbarkeit zu unterstützen
  • große und bewusste Bewegungen, die bei Parkinson besonders wichtig sein können
  • alltagsnahe Übungen, zum Beispiel Aufstehen, Hinsetzen oder Drehen

Welche Übungen sinnvoll sind, hängt immer von den persönlichen Möglichkeiten und Beschwerden ab.

Training muss nicht kompliziert sein

Manchmal entsteht der Eindruck, dass man für ein gutes Training spezielle Geräte oder ein Fitnessstudio benötigt. Das ist nicht unbedingt notwendig.

Viele Übungen lassen sich zu Hause durchführen und direkt mit alltäglichen Bewegungen verbinden. Ein Stuhl, eine Wand oder ein paar freie Quadratmeter können bereits ausreichen.

Gerade das Training in der eigenen Umgebung kann einen zusätzlichen Vorteil haben: Die Übungen können direkt mit den Anforderungen des eigenen Alltags verbunden werden.

Wenn beispielsweise das Aufstehen vom Sofa schwerfällt, kann genau dieser Bewegungsablauf gezielt geübt werden.

Auch das Gedächtnis kann einbezogen werden

Parkinson betrifft nicht ausschließlich die Bewegung. Bei manchen Menschen können auch Konzentration, Aufmerksamkeit oder Gedächtnis verändert sein. Deshalb kann es sinnvoll sein, körperliche und geistige Aktivierung miteinander zu verbinden.

Eine Trainingseinheit kann beispielsweise Bewegung mit kleinen Denk- oder Konzentrationsaufgaben kombinieren. So werden nicht nur körperliche Fähigkeiten angesprochen, sondern auch Aufmerksamkeit und geistige Aktivität.

Regelmäßigkeit ist wichtiger als Perfektion

Beim Training mit Parkinson geht es nicht darum, jeden Tag eine perfekte Leistung zu erbringen.

Viel wichtiger ist, in Bewegung zu bleiben und Übungen regelmäßig in den Alltag einzubauen.

Auch kleine Einheiten können sinnvoll sein. Entscheidend ist, dass das Training zur eigenen Situation passt und sich langfristig umsetzen lässt. Dabei darf auch die Tagesform berücksichtigt werden. An einem guten Tag kann vielleicht etwas mehr trainiert werden, an einem anderen Tag sind sanftere Bewegungs- und Dehnübungen sinnvoller.

Bewegung kann Selbstständigkeit unterstützen

Für viele Menschen mit Parkinson ist es ein wichtiges Ziel, möglichst lange selbstständig und aktiv zu bleiben. Gezieltes Training kann dabei helfen, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten und Bewegungen im Alltag sicherer zu gestalten.

Dabei sollte nicht nur darauf geschaut werden, welche Beschwerden vorhanden sind. Ebenso wichtig ist die Frage:

Was funktioniert noch gut – und wie können diese Fähigkeiten erhalten und genutzt werden?

Genau dort kann individuelles Training ansetzen.

Mein Ansatz beim Parkinson-Training

In meiner Arbeit verbinde ich meine Erfahrung aus Personal Training, medizinischem und therapeutischem Training sowie der langjährigen Begleitung von Menschen mit Parkinson.

Ich komme zu Ihnen nach Hause und passe das Training an Ihre persönliche Situation, Ihre Möglichkeiten und Ihren Alltag an. Gezieltes Training kann dabei helfen, vorhandene Fähigkeiten zu erhalten und Bewegungen im Alltag sicherer zu gestalten.

Mir ist wichtig, nicht einfach ein festes Trainingsprogramm abzuarbeiten. Entscheidend ist, was Sie persönlich brauchen und was Ihnen im Alltag hilft.

Sie möchten etwas für Ihre Beweglichkeit tun?

Wenn Sie mit Parkinson leben und sich Unterstützung bei Bewegung und Training wünschen, können Sie mich gerne unverbindlich kontaktieren.

Ich biete individuelles Parkinson-Training bei Ihnen zu Hause in Berlin-Steglitz und im Umkreis von etwa 10 km an. Coaching und Gespräche sind außerdem online von überall möglich.

Ein kostenloses Telefonat bietet die Möglichkeit, Ihre Situation zunächst in Ruhe zu besprechen und herauszufinden, welche Unterstützung für Sie sinnvoll sein könnte.

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